SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

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Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

SYNDROM DER UNRUHIGEN BEINE

Unter dem Begriff Syndrom versteh t man ein stets mit etwa den gleichen Krank heitszeichen einhergehendes Krankheitsbild, meist unbekannter oder vieldeutiger Ursache. Der Mediziner bezeichnet ein Syndrom der unruhigen Beine als Res tless l egs-Synd rom (abgekürzt: RLS), Anxietas tibiarum oder Wittmaack-Ekbom-Syndrom.

Das Syndrom der unruhigen Beine zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen, allein in Deutschland sind nach Schätzungen vier bis acht Millionen Menschen betroffen.

Viele Patienten fühlen sich mit dieser Erkran kung nicht ernst genom men. Oftmals ist die Suche nach einem Arzt, der mit dem Krankheitsbild vertraut ist, schwierig. Für viele Betrof fenen ist es, nach oft jahrelanger Ungewissheit, ein großes „Aha-Er lebnis“, endlich zu erfahren, dass sie an einer therapierbaren Krankheit leiden. (aus: www.medical-tribune.de/patienten/magazin/16577 )

Mögliche Ursachen für ein Syndrom der unruhigen Beine:

Das Syndrom der unruhigen Beine kann aber auch vererbt sein.

Die Krankheit tritt in 2 Formen auf:

  1. idiopathisch (= eigenständige Er krankung) oder
  2. symptomatisch (= als Folge einer anderen Er krankung)

Krankheiten die zu einem symptomatischen Syndrom der unruhigen Beine führen können:

Zu erwähnen wäre noch, daß ein Syndrom der unruhigen Beine (vorübergehend) auch bei Sch wangeren auftreten kann.

Die Symptome (= Krankheitszeichen):

Das Syndrom der unruhigen Beine ist gekennzeichnet durch interm ittierend (= zeit weilig), paroxysmal (= attackenförmig) auftretende schmerz hafte Empfindungen (Paräst hesien und Dysäst hesien) in den Beinen, verbunden mit Bewegungsunruhe, vor allem nachts bzw. im Liegen. Häufig ist hauptsächlich die Unterschenkelaußenseite betroffen. Die Ätiologie (= Krankheitsursache) ist unklar. Das Auftreten der genannten Erscheinungen wird durch Kältereiz und Anäm ie (= Blut armut) begünstigt.

Differentialdiagnostisch (= welche Krankheiten sonst noch in Frage kommen) ist das Burning-feet-Syndrom (= brennende Füße) erwähnenswert.

Bei einem Syndrom der unruhigen Beine werden zur Behandlung häufig Benzod iazepine (= Beruhigun gsmittel) verschrieben, wovon aber wegen des enormen Gewöh nungspotentials abzuraten ist. Öfters sprechen die Beschwerden zufriedenstellend auf die Kombination von Carbamazepin bzw. Gabapentin oder Pregabalin (= Mittel gegen die Fallsucht aber auch bei diesen Schmerzen hilfreich) mit Baclofen (= ein im Rückenmark / Gehirn wirkendes Mittel zur Muskelen tspannung) an. Als Mittel der Wahl gilt heute Levodopa (z.B. Restex®). Diese Medikation soll in 75% der Fälle hilfreich sein. Pramipexol (Sif rol ®, M irapexin®) - ein No n-E rgot-Agonist bzw. Dopam in-Agonist - soll nach einer neueren Studie ebenfalls gut wirksam sein, gleiches gilt für den Dopaminagonist Ropin irol (z.B. ReQuip®, Adart rel®). Bei ungenügender Wirkung können als nächst höhere The rapiestufe Opioide (z.B. Til idin oder Oxycodon) versucht werden, da diese Mittel auch eine dopam inerge Komponente aufweisen.

Zuverlässig hilft beim Syndrom der unruhigen Beine auch eine therapeutische Lokalanästhesie in Form von engmaschig wiederholten Blockaden der Nn. ischiadici (= Ischias nerven) mit einem lang wirkenden Lokalanästhetikum (z.B. Bupivacain, Ropivacain) (= örtliches Betäubungsmittel), insbesondere bei der syptomat ischen bzw. sekun dären Krankheitsform (z.B. bei Polyneu ropathie). Optimal ist diese Therapie in Form einer kontinuierlichen Blockade mit Katheter* was aber nur im Rahmen einer stationären Behandlung durchführbar ist..

* Bei der sog. kontinuierlichen Nervenblockade mit Katheter wird vorübergehend (z.B. 10-14 Tage lang) ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanü le hindurch, es muß also nicht "aufgesch nitten" werden. In der Folge wird über diesen Kat heter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nach gespritzt. In bestimmten Fäl len kann zur Verabreichung des örtl ichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pu mpe angeschlossen werden. Das Lokal anästhetikum wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die g robe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hem mung der Sch merzreizleitung), damit begleitend krankengym nastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behand lungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehand lung auch die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind (Sympat hikolyse), woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resul tiert und diese den beim Syndrom der unruhigen Beine vorliegenden, gestörten Nervenzel lstoffwechsel optimiert.
Die gesteigerte Durch blutung ist auch der Grund, warum diese Behand lungsmethode besonders bei Schmerzen, die auf eine verminderte Blutversorgung, auf entzündliche oder auch degenerat ive Pro zesse zurückzuführen sind, hilfreich ist.
 

Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:

Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist beihilfefähig. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zuvor (gilt auch für private Kassen oder Beihilfe) beantragt werden.

Wenn Sie Fragen haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir informieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.

Infos (z.B. Prospekt) können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am Wochenende!
Tel.: +49 (0) 7931 - 545-0 * Fax: +49 (0) 7931 - 545-131

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

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Impressum  Aktualisiert:>11.09.2009</>